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BGH: Misslingen des Tatplans ist Indiz für die Erkenntnis des Täters, mit den ihm zur Verfügung stehenden Tatmitteln den angestrebten Taterfolg nicht mehr zu erreichen

Mit Beschluss vom 23.07.2013 – 3 StR 205/13 bestätigt der BGH seine bisherige Rechtsprechung zur Versuchsstrafbarkeit:

1. Ein Versuch ist fehlgeschlagen und damit ein strafbefreiender Rücktritt nicht mehr möglich, wenn der Täter nach der letzten Ausführungshandlung entweder erkennt, dass der erstrebte Taterfolg im unmittelbaren Handlungsfortgang unter Einsatz der zur Hand liegenden Tatmittel objektiv nicht mehr erreicht werden kann, oder wenn er dies zumindest subjektiv nicht mehr für möglich hält.

2. Ein fehlgeschlagener Versuch liegt dagegen nicht vor, wenn der Täter nach anfänglichem Misslingen des vorgestellten Tatablaufes unmittelbar zu der Annahme gelangt, er könne ohne zeitliche Zäsur mit den bereits eingesetzten oder anderen bereitstehenden Mitteln die Tat noch vollenden.